Wenn jemand vom Scheitern reden kann, so bin ich mir sicher, dass bin Ich. Ich lehne mich sogar soweit aus dem Fenster und sage: „Ich könnte ein Lied davon singen.“

Tag für Tag sind wir auf der Suche nach nur einem – Erfolg! (Oh Gott, das klingt wie ein billiger Abklatsch von Sex and the City.)
Erfolg in der Liebe, im Job, in der Familie und in Freundschaften. Aber ist es dass, wonach wir alle streben? Was definiert Erfolg? Und vor allem was bedeutet das für mich. Ist die Definition davon einen gut bezahlten Job zu haben? Einen perfekten Lebenspartner an seiner Seite? Vielleicht muss man erst ein paar mal auf die Schnauze fallen, um seine eigenen Erfolge erkennen zu können? Aber dazu später mehr..

Der Alltagswahnsinn: Erfolge und Misserfolge

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Scheitern fängt bei mir schon im Alltag an. Ich bin immer total optimistisch, was den Tag angeht. Ich plane meinen Tag mit einem Kaffee in der einen Hand und meiner To-Do-Liste in der anderen. Sobald sich der Tag zum Ende neigt merke ich manchmal, dass ich nicht mal 10% davon erreicht habe. Wenn ich meiner Routine folge, hab ich das Gefühl auf der Spitze zu stehen. Keiner kann mich aufhalten! Und egal was der Tag bringt, ich bin darauf vorbereitet und habe die Kontrolle. Doch an einigen Tagen läuft es halt nicht, wie ich es mir wünsche und ich falle in eine Tiefe die sich „Unordnung und mangelnde Motivation“ nennt.
Und so „fancy“ das auch am Morgen aussah, liegt diese Liste irgendwo zwischen den Briefumschlägen und Kaugummi-Verpackungen in meiner Tasche. Aber das sind die kleinen alltäglichen Dinge, die mich zum Scheitern bringen.

Einmal scheitern zum Mitnehmen bitte!

Schulprobleme! Wer hätte es gedacht, ich weiß. Aber ich werde Euch nicht mit meinen dramatischen Schulerlebnissen langweilen, keine Sorge.  Kurz zusammengefasst:
Wie bei vielen anderen, durfte ich meine Premiere in der Schule erleben. Irgendwie hat man mir automatisch von klein auf viel zugetraut. Und als alles glatt lief und man mich mir selbst überlassen hat, habe ich schon im frühen Alter meinem Leben einen Tritt in den Hintern gegeben. Schnell wurde ich zum Sorgenkind Nr.1. Schulnoten mies, Verhalten mies und eine große Enttäuschung für alle! Sobald ich gemerkt habe: „Huch, was machst du eigentlich für eine Scheiße?“, konnte ich mich aufrappeln und doch alles zum Guten wenden. Am Ende konnte nur ich mir helfen. Und so ging es auch immer weiter.

Und wieder als ich dachte, dass es nicht besser laufen könnte, hat mich die große Welle im Studium erwischt. Voller Hoffnung ging ich ins Studium rein. Vom Studentenleben und allem was dazu gehört. Die Naivität hat mich wie ein Schlag ins Gesicht getroffen. Die Rettung kam in diesem Abschnitt meines Lebens etwas zu spät. Egal wie sehr ich mich auch angestrengt habe, den Kampf hatte ich hier verloren.  Es ging auch gar nicht nur um das Studium. Sondern allem was dazu gehört. Ich hatte immer das Gefühl von:  „Ich darf jetzt nicht aufgeben.“ aber habe trotzdem gemerkt, dass man so nicht weiterkommt. Irgendwann kommt der Part der Selbstreflexion und man sieht es endlich ein, dass man ein Schlussstrich ziehen muss.

Aber habe ich denn wirklich verloren? Was mir damals wie ein Weltuntergang vorkam, ist das Beste was mir  passieren konnte. In solchen Momenten ist man sich dessen garnicht so bewusst. Ich hatte das Gefühl alle die mich unterstützt haben, wieder einmal enttäuscht zu haben. Und das hat am meisten weh getan. Und genau diesem Gefühl sollte man nicht im Weg stehen. Einmal so richtig heulen und jammern ist angesagt. Ja genau, morgens nicht mehr aus dem Bett kommen. Erst danach kann man Mut finden, sich zusammenreißen und mit dem Problem sich auseinandersetzen.

Das Scheitern hat in meinem Leben eine große Rolle in der Schule und im Studium gespielt. Für manche, die das Lesen kommt das vielleicht sehr stereotypisch vor. Doch für mich war das die größte Hürde im Leben. Natürlich kamen auch private Unglücke dazu, auf die ich aber nicht eingehen will. Man kann nicht ewig in der Vergangenheit verweilen.

Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich immer jemanden zum Zuhören hatte. Alleine hätte ich dies nicht bewältigen können.
Im Nachhinein bin ich dankbar für all die Stationen, die ich bisher erleben durfte. Denn so klischeehaft das auch klingen mag, dass hat mich doch zu der Person gemacht, die ich heute bin.  Wenn ich jetzt zurückdenke, bin ich unendlich dankbar für all meine Fehlentscheidungen und allem was ich während dieser Zeit erlebt habe. Selbst wenn ich einen Wunsch frei hätte um irgendwas daran zu ändern, ich würde es nicht tun. Also ist es dann doch gut am Ende an allem gescheitert zu haben?

Während ich diese Zeilen niederschreibe merke ich, wie sehr ich das Wort Scheitern nicht mag. Irgendwie bin ich doch stolz, das alles gemacht und auch was erreicht zu haben. Ist es denn wirklich was Negatives?
Wie auch schon erwähnt: Man muss wirklich ein paar mal hart auf die Schnauze fallen um am Ende sich aufzurappeln und aus seinen Fehlern zu lernen. Denn mal ehrlich, wie langweilig wäre denn unser Leben, wenn wir auf anhieb alles richtig machen würden?
Ich bin noch lange nicht alt genug um das alles zu sagen. Aber innerlich denke ich mir nur, dass es logisch ist, dass zum Erfolg auch Rückschläge gehören. Denn Fehler machen und zu Scheitern sind notwendig um sein persönliches Wachstum zu erkennen. (Das mit dem Schlussteil üben wir noch 😀 )

Xoxo Berna <3 😀

3 Kommentare

  1. Hallo liebe Berna!
    Das hast du sehr schön geschrieben, auch wenn es mir leid tut über deine persönlichen Erfahrungen mti dem Scheitern zu lesen. Aber diese Geschichten hat wohl jeder von uns zu berichten.
    Besonders schön fand ich aber den letzten Absatz. Denn ich mag das Wort scheitern auch nicht. Für mich ist es kein Scheitern, sondern viel mehr ein Lernen. Lernen, damit ich wachsen kann. Wer nicht mal scheitert, wird sich nie weiterentwickeln 🙂

    Ich wünsche Dir einen gemütlichen Abend und morgen einen tollen Start in die neue Woche!
    Liebste Grüße an Dich! ♥ Saskia von http://www.demwindentgegen.de

    1. Hallo liebe Saskia,

      vielen Dank für dein Kommentar! Ich glaub wir alle haben unsere persönlichen Erfahrungen damit gemacht, sonst wäre ja alles viel zu einfach 🙂

      Ich freue mich das dir mein Artikel gefallen hat!

      Liebe Grüße
      xoxo Berna

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