Was das Internet und das wohl älteste Getränk der Welt gemeinsam haben

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Nicht Erdöl, sondern Kaffee ist der wahre Brennstoff der modernen Welt – ohne ihn läuft vielerorts gar nichts! Aber warum?
In den letzten 15 Jahren stieg die Zahl der getrunkenen Tassen Kaffee pro Woche weltweit von vier auf 16 Millionen. Und der Aufwärtstrend ist stabil. Die Kultbohne ist dabei nicht nur ein echter Wachmacher, sondern auch ein Muntermacher. Das soll heißen: Kaffee ist ein psychotropes Getränk. Wer Kaffee konsumiert der verspürt positive Auswirkungen auf seinen Körper und auf die eigene Psyche.

Genauso gut könnte man auch meinen, dass das Internet der eigentliche Brennstoff der modernen Welt ist. Wie oft hat man das Gefühl, nichts geht voran, wenn man mal keinen Zugang zum Internet hat?
Zwar ist das Internet lange nicht so alt wie der Kaffee, jedoch ist auch hier der Aufwärtstrend stabil und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Umso interessanter ist es zu betrachten, was für Gemeinsamkeiten diese zwei grundsätzlich verschiedenen Dinge haben.

1) Wachmacher.
Wer kennt es nicht? Der schrille Ton des Handy-Weckers reißt einen aus dem Schlaf und das viel zu früh am Morgen. Mir ergeht es so von Montag bis Freitag. Da ich in Dieburg studiere und aus Frankfurt komme, heißt es für mich um 05:30 Uhr in der Früh aufstehen. Und die Morgenroutine kann starten! Und nun halten wir kurz inne und stellen uns folgende Fragen: Was ist am Morgen das Erste, das ich tue wenn ich aufwache? Nun das Erste, das ich tue ist auf mein Handy zu schauen. Ohne das Display-Licht meines Handys, was mir im Dunkeln in die Augen sticht, kann ich nur schwer aufwachen. Meist schalte ich die App Spotify ein und checke das ein oder andere Social Media-Profil. So entgehe ich oft der Gefahr, wieder einzuschlafen. Doch um vollständig wach zu werden, brauche ich letztlich doch meine heiße Tasse frisch gebrühten Kaffee.

Aber wieso erzähle ich euch das? Aus folgenden Grund: etwa 60 Prozent der Deutschen trinken nach dem Aufstehen als erstes eine Tasse Kaffee, laut der aktuellen Studie zur Morgenroutine von myMarktforschung. Auf der anderen Seite blicken 36 Prozent der Deutschen in den ersten 15 Minuten nach dem Aufstehen auf ihr Smartphone und checken dabei die ein oder andere App nach News ab (Deloitte Studie).

Man könnte also meinen, dass der erste Blick auf das Smartphone am Morgen bereits genauso wichtig geworden ist, wie die erste Tasse Kaffee.
Und ich bin für diese These der lebende Beweis!

2) Vernetzung.
Keinem Wort wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet, als der Vernetzung. Aber was bedeutet es? Früher haben Menschen sich Briefe geschickt, telefoniert oder sich auf einen Kaffee getroffen, um Neuigkeiten auszutauschen. Jedoch heute gibt es das Internet. Eigentlich bräuchten wir nicht mal mehr einen Fuß vor die Tür setzten. Zum Beispiel könnte man sich auf eine virtuelle Tasse Kaffee treffen. Man nehme eine Tasse Kaffee aus der Küche, setzt sich vor seinen Laptop und Skypt ganz entspannt mit einer Freundin vom Wohnzimmer, Garten oder sonst wo aus. Das wäre zum einen zeitsparend, da die Fahrtzeit wegfällt und zum anderen wäre es auch angenehmer, da man sich ganz gemütlich vor den Laptop setzten könnte.

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Auch haben sich neue Möglichkeiten des Kennenlernens entwickelt. Als neuer Bürger einer Stadt, hätte man sich noch vor 10 Jahren vielleicht in einem Verein angemeldet, um neue Menschen kennenzulernen. Heute reicht ein einfaches Profil auf Facebook und die Mitgliedschaft in eins der zahlreichen Gruppen, wie: „neu in Frankfurt“. Und innerhalb kurzer Zeit, hat man neue Kontakte geknüpft. Zeitsparend und angenehm zugleich. Wenn das mal kein überzeugendes Argument ist! Denn wir wissen doch alle, dass in der modernen Gesellschaft die Zeit eine wichtige Rolle spielt.

Die Möglichkeiten sind vielfältiger und einfacher geworden, in Kontakt mit anderen Menschen zu treten oder diesen zu halten. Das muss aber nicht heißen, dass man Offline seinen Bekannten- und Freundeskreis nicht erweitern oder stabilisieren kann. Der Inhaber oder die Barista im Lieblingscafé können auch ohne das Web 2.0, zu Bekannten werden. Aber mit seiner Hilfe kann man einfacher in Erinnerung bleiben. Es ist keine Seltenheit mehr, dass auch zahlreiche Coffeeshops Social Media nutzen. Sie haben eine Hompage oder eine Facebook Seite, manche haben sogar beides. Vermehrt sind sie auch auf Instagram vertreten. Als häufiger Besucher der selben Coffeeshops und der ewigen Suche nach dem perfekten Bild, mit den meisten Likes auf Instagram, kann es deshalb auch mal passieren, dass der ein oder andere Inhaber persönlich einen beim nächsten Besuch willkommen heißt.

Letztlich kann man in einem Café sitzen, genüsslich an seinem Kaffee nippen und sich mit der netten Dame am Tisch nebenan unterhalten. Oder mit Hilfe eines Internetfähigen Geräts, dem WLAN Zugang und Skype oder FaceTime, sich mit einem Bekannten oder Freund unterhalten. Vielleicht sitzt dieser Mensch auch in einem netten Café und schlürft an seinem Kaffee am anderen Ende der Welt.

3) Krankmacher oder doch Gesundmacher?

Alle Jahre wieder taucht die Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf. Dabei warnt sie vor den Gefahren eines übermäßigen Kaffeekonsums. Es kann u.a. zu Bluthochdruck oder Blasenkrebs kommen. Aber nicht nur der Kaffee wird oft konsumiert, sondern auch das Internet wird tagtäglich genutzt. Wer hätte also gedacht, dass es nicht lange dauern wird, bis wir die ersten Mythen zum Smartphone haben?

Bereits bevor das Smartphone entstand, existierten welche über mögliche Gefahren durch Strahlungen. Es ist schon lange bekannt, dass radioaktive Strahlen gefährlich sind. Bei Smartphones geht man allerdings von elektromagnetischen Wellen aus. Diese unterscheiden sich zwar von den radioaktiven Strahlen, was aber nicht heißt, dass sie deshalb ungefährlich sind. Es wird vermutet, dass Gesundheitsgefahren von Handystrahlungen ausgehen. Jedoch konnte dies wissenschaftlich nicht bewiesen werden. Oh, wen wundert’s? – Mich nicht!

Was die Mythen zum Kaffee angeht, so haben diese ihren Schrecken verloren. Das WHO vertritt nun, nach einer umfangreichen Studie, die Meinung das Kaffee keineswegs Krebserregend ist. Denn jetzt kann die kleine Wunderbohne, sogar die Entstehung bestimmter Krebsarten vorbeugen.
Lassen wir uns überraschen, ob bald auch die Mythen zum Smartphone widerrufen werden. Vielleicht können sie ja auch vor der einen oder anderen Krankheit schützen…

4) Wegbegleiter.
Das unser Kaffeekonsum immer weiter steigt, liegt womöglich daran, dass er immer öfter draußen konsumiert wird. Laut dem Deutschen Kaffeeverband, genießt der Deutsche jede vierte Tasse Kaffee in Bäckereien, an Getränkeautomaten und Bahnhöfen, Tankstellen oder in Coffeeshops. Aber das ist auch nicht verwunderlich. Besonders in großen Städten stehen sie schon praktisch in Reih und Glied. Früher war der Kaffeebecher draußen eine Ausnahme. Höchstens im Auto oder im Zugabteil wurde das beliebte Getränk genossen. Heute tragen wir unseren Kaffee überall mit. Sei es im Auto, auf dem Weg zur Arbeit oder auf Reisen, lediglich wenn wir die Toilette betreten. Machen wir halt so. Zumindest ich!

Aber ist das nicht auch so ähnlich wie mit dem Internet? Zwar wird das WLAN erst seit einigen Jahren vermerkt genutzt, liegt der Beginn seiner Geschichte relativ weit zurück. Die erste Idee zum WLAN tauchte bereits in den 1940er Jahren auf. 20 Jahre später konnte man dann konkreter von den Anfängen des WLAN sprechen. Die Universität von Hawaii versuchte verschiedene Standorte miteinander zu verbinden und es entstand das Funknetzwerk ALOHA-Net. Daraufhin folgte dann eine Zeitlang nichts mehr. Die Idee von einem drahtlosen Netzwerk musste erst noch geboren werden. 1999 trat Apple mit der „Airport-Technologie“ auf dem Markt und ermöglichte so auch die Nutzung des WLAN für den Privathaushalt. Und auch die Mobiltelefone entwickelten sich immer weiter. Das Tastenhandy, wurde zum Touch-Handy. Das Touch-Handy bekam dann einen Internetzugang und wurde letztlich zum Smartphone, ausgestattet mit jede Menge Datenvolumen und Apps.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich mich zu Hause an den Computer setzen musste, um das Internet zu nutzen. Um das Internet auch mal „unterwegs“ zu nutzen, musste man dann entweder in eine Bücherei oder in ein Internetcafé gehen.

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Heute ist es nicht anders mit dem Kaffee. Wir haben alles was wir brauchen steht’s dabei, um das Internet zu nutzen. Unser Smartphone und jede Menge Datenvolumen. Und wer kein Datenvolumen hat, der braucht auch nicht zu verzweifeln. An praktisch jeder Ecke gibt es einen kostenlosen WLAN Zugang,beispielsweise in den zahlreichen Coffeeshops. Moment mal! Sind sie deshalb an jeder Ecke zu finden, weil sie eigentlich unter einer Decke stecken?

Wir lieben diesen Artikel von Delal! Auf irgendeiner Weise hat es uns die Augen geöffnet.
Ohne Kaffee und Internet können wir persönlich nicht mehr leben und uns war gar nicht mal bewusst, wie viele Gemeinsamkeiten beide haben 🙂

Delal schreibt auf ihrem Blog noch mehr über Kaffee und co. Schaut doch mal bei ihr vorbei 🙂 Auf ihrem Instagramkanal entdeckt ihr auch viele Locations über die Frankfurter Café-Szenen.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank dafür Delal, dass du deine Erkenntnisse auf diese angenehme Weise niederschreibst und mit uns teilst. Wieder mal ein sehr cooler Gastbeitrag bei oh-zone! Ihr habt ein Gespür für Interessante Themen. Weiter so! Ich verfolge oh-zone schon seit längerer Zeit und ich muss sagen, ich bin ein großer Fan!

    1. Hallo lieber Lefti, wir sind der selben Meinung wie du, was Delals Artikel angeht 🙂 Danke für dein tolles Kompliment an Oh Zone :). Das Freut uns wirklich sehr zu hören 🙂

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