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Alle Kids, die vor dem Jahr 2000 das Licht der Welt erblickt haben, wissen noch wie es war in einer Welt ohne Internet zu leben. In einer Welt ohne Netflix, Spotify und Tinder. Ich habe den Computer damals, nur für Paint und Sims benutzt und sonst für nichts. Iphone 7? Gab es nicht! Eine Welt ohne Binge Watching? Horror! Wenn meine Tante erzählt, dass sie 1998 jede Woche auf eine neue Folge Sex and the City warten musste, bekomme ich Angstausbrüche :O. 1999 kam der Nokia 3210 raus. Was war das für ein krasses technologisches Ding? Snake spielen bis zum Umfallen und Klingeltöne aus einem Gerät komponieren #wherethemagicbeginns.

Aber mal ehrlich, irgendwie war diese analoge Welt auch nicht so schlecht. Okay, hätte es damals schon Fashionblogs gegeben, wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, Buffalo Schuhe zu tragen. Aber jetzt haben wir ja Online-Shopping und den ein oder anderen Fashionblog, der uns vor Fauxpas wie Schulterpolster an Jacken beschützt.

Herrscht ein analoger und digitaler Fight?

Die analoge und die digitale Welt, stehen immer in einem Kampf miteinander. Aber muss das sein? Können wir nicht beide Welten miteinander kombinieren, vernetzen und gleichzeitig benutzen? Müssen wir uns für eine Seite entscheiden? Kann ich nicht, wenn ich zur Bahn laufe meine Spotify Playlist laufen lassen und wenn Freunde auf einen Wein vorbeikommen, eine gute alte Vinyl Platte laufen lassen? Die Tagesnews direkt über die App empfangen aber trotzdem gerne in Zeitschriften blättern und die neuesten Duftproben erschnuppern? Im Urlaub ein Kindle mitnehmen, um Platz für Sonnencreme und Bikinis zu lassen aber daheim bei einer Tasse Kusmi Tee, ein Buch lesen und dabei jede einzelne Seite beim Durchblättern zelebrieren? Meine Lieblingsserien als DVD kaufen und sie stolz zu ehren und zu beschützen und trotzdem nebenbei auch der größte Netflix Suchti ever zu sein?

Wie viel Veränderungen sind gut für uns?

Wir sind in einem Wandel. In einem ständigen Prozess. Der Mensch war schon immer danach ausgerichtet. Sonst würden wir wahrscheinlich bis heute noch Feuer in einer Höhle machen.

Ich kann verstehen, dass dem ein oder anderen die Entwicklungen der letzten Jahre, ein wenig zu schnell ging. Heute ist Snapchat der Shit, gestern war es Vine und hey, Vine existiert schon gar nicht mehr. So schnell kann es gehen. Wir stellen uns Fragen wie: Auf wie vielen Plattformen muss ich mich noch anmelden? Wie viele Informationen muss ich hergeben? Kann ich heute auch noch was machen, ohne eine E-Mail-Adresse anzugeben? Wie viel Medienkonsum ist gut? Was passiert mit den Kindern, die quasi mit einem Ipad in der Hand geboren werden? Wie geht man mit Hass Kommentaren im Internet um?

Fragen für die es nur eine Handvoll Experten gibt. Fragen ohne Erfahrungswerte. Fragen ohne heute die Antworten zu wissen…

Der Prozess einer neuen Welt?

Es ist gleichzeitig auch wichtig, dass sich die Gesellschaft anpasst. Wir müssen akzeptieren, dass es zur Digitalisierung kommt und gekommen ist und uns dementsprechend auch anpassen. Gerade was Bildung und Berufswesen angeht. Schon in den 1990er Jahren hätte man erkennen müssen, wie schnell sich das Internet verbreitet um dementsprechend Bildungspläne anzupassen und zu erneuern. Neue Unterrichtsformen für Schüler entwickeln, die von klein auf lernen, mit dem Computer umzugehen. Aber auch beruflich hätte der Anpassungsprozess viel eher beginnen müssen. Neue Studiengänge und Ausbildungen entstehen langsam, wie zum Beispiel der Ausbildungsberuf Medienkauffrau für Digital und Print oder auch der Studiengang Online-Journalismus. Aber auch hier möchte ich gerne erwähnen, dass alte Berufe keine Angst haben müssen. Trotz Radio, TV und jetzt dem Internet, existiert der Beruf Medientechnologe (ehemals Drucker) immer noch und wird es auch immer geben. Der Mensch ist an Haptik gewohnt und wir werden auch in 100 Jahren, wahrscheinlich noch zu einem Magazin oder Buch greifen und durchblättern, auch wenn das touching auf dem Ipad genauso Spaß macht 🙂

Immer wieder hört man im Rahmen der Digitalisierung, dass gerade die Print-Branche darunter leidet. Vor allem viele Zeitungen, müssen negative Verkaufszahlen einbüßen. Doch auch hier muss ich erwähnen, dass im Rahmen der Digitalisierung, neue Wege für „alte“ Berufe entstehen. Mathias Müller v. Blumencron beschreibt die Veränderungen in seinem Artikel, dass in der faz.net erschienen ist, sehr gut:

„Die digitale Revolution ist ein Segen für den Journalismus, wenn man dieses Handwerk einmal ohne Rücksicht auf das Geschäftsmodell betrachten darf. Noch nie konnten sich Autoren medial so vielfältig ausdrücken. Noch nie konnten sie so schnell, gründlich und vernetzt recherchieren. Hunderttausende Dokumente durchforsten, wie bei den Wikileaks-Veröffentlichungen. Noch nie konnten sie komplexe Zusammenhänge so vielfältig veranschaulichen: mit Grafiken, Bildern, Animationen, Videos. Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, zum Meinungsmacher aufzusteigen, über Blogs, Twitter, Facebook. Und noch nie waren sie so nah am Leser, seit der Mobilrevolution sind sie körpernaher Begleiter, zuweilen selbst in den intimsten Momenten.“Mathias Müller v. Blumencron, faz.net (2014)

Wir sollten offener für die neuen Chancen sein, die im Rahmen der Digitalisierung entstehen. Aber auch neue Entwicklungen kritisch betrachten. Nicht jede Onlinequelle ist gut. Nicht jedes Portal ist sicher. Nicht jeder User ist real.

Wir sind alle POPC’s und wissen es nicht! Müssen es aber akzeptieren und lernen damit umzugehen.

POPC = Permanently Online Permanently Connected

Wir können nicht abschätzen, was das Internet mit uns langfristig machen wird. Wie sehr die digitale Welt unser Leben und die Gesellschaft beeinflussen wird. Ich sehe die Veränderungen aber als Positiv an und ich freue mich so viele Neuheiten die entstehen hautnah mitzuerleben. Wir erleben live mit, wie Internetfirmen erfolgreich werden. Unternehmen wie Google, Uber & Airbnb mischen den neuen Markt auf. Sie helfen uns überall auf der Welt zuhause zu sein, überall connected mit seinen Mitmenschen zu sein. Je mehr ich darüber nachdenke, habe ich jeden Tag die ganze Welt immer mit dabei. In einem kleinen Smartphone, dass ich nicht aus den Händen lasse :).

Zum Schluss noch eine kleine Liste aus beiden Welten die ich toll finde 😉

Dinge die online toll sind

  • Zarasale
  • Stalking
  • Filterfunktionen
  • Avocadotoastbilder

Dinge die analog toll sind

  • Postkarten
  • Geburtstagsblumen
  • Kaffeeklatsch mit Freunden
  • Lippenstift shopping

Heute ein etwas nachdenklicher Artikel auf Oh Zone :). Im Rahmen meines Studiums, denke ich viel über diese Themen nach und gleichzeitig behandeln wir die Themen in unseren Vorlesungen. Wie sieht ihr die Entwicklung um neue Medien? Denkt ihr das durch die digitale Entwicklung, andere Bereiche nicht mehr existieren werden? Oder was glaubt ihr,  wird die Zukunft bringen? 

Ich bin eindeutig #teaminternet, versuche aber auch negative Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren.

 

3 Kommentare

  1. Hey du,

    vielen Dank für dein Kommentar 🙂 Ich sehe es genauso wie du und mich freut es sehr das dir dieser Beitrag gefallen hat 🙂 LOTS OF LOVE Helin

  2. Liebe Helin,

    toller Beitrag! Es ist aber auch ein sehr sensibles Thema. Auch ich bin in der virtuellen Welt unterwegs. Empfinde einige Sachen als Erleichterung und möchte auf die auch nicht verzichten ABER, manchmal finde ich es auch störend.
    Man muß heute jeden Tag zu jedem Zeitpunkt bewafnet sein… Überall wird telefoniert, fotografiert, gefilmt, kommuniziert ohne Rücksicht auf die Umgebung.
    Wenn all die Möglichkeiten mit Rücksicht, Intelligenz und mit der richtigen Dosis benutzt werden ist es OK. Vom Netz profitieren aber nicht abhängig werden oder als Ersatz….

    LG

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